Do., 6.6.19

Nachts um 1 Uhr ist aufstehen angesagt, die Fähre nach Naantali-Turku fährt um 02:25 und eine Stunde vorher ist Check-in. Es ist hell wie an einem wolkigen Tag, die langen Tage sind Wirklichkeit. Gekonnt und pünktlich ‘parkiert’ der Kapitän das grosse Schiff rückwärts an den Anleger. Erwartungsgemäss hat es nur wenige Fahrzeuge, die hier Aland verlassen wollen. Die Fähre ist auch schon platschvoll und es bleiben wirklich nur die letzten paar Meter frei. Erneut haben wir zwei Kabinen auf der ‘Finnswan’, die wir nur durch sehr enge ‘Gänge’ zwischen den Lastwagen hindurch und dann rauf mit dem Lift in die 7. Etage erreichen. Dieses Mal mit einem grossen Fenster, durch das wir die Inselwelt von Aland und später den Schärengarten vor Turku wie von einem Kreuzfahrtschiff hinab erleben. Richtig gut geschlafen hat keiner von uns. Eine Stunde vor Ankunft sind wir raus und haben das ruhige Dahingleiten an der frischen Luft verfolgt. Ab 6 Uhr ist das Frühstücksbuffet geöffnet und erst beim Einfahren in den Hafen von Naantali werden die Fahrstühle zu den Autos wieder freigegeben. Die vielen ‘Kapitäne der Landstrasse’ sind offensichtlich geübt, finden ihren Truck zielgenau und lassen die Motoren schon Mal warmlaufen, was unseren 4-Beinern gar nicht gefällt. Deshalb – wir sind ja eh die hintersten – warten wir an sicherer Stelle, bis die vorderen Brummis raus sind. Einmal draussen heisst es wieder zuerst einen Pipi-Platz für unsere Lieben suchen, anschliessend gibt’s für alle Futter. Danach entscheiden wir uns, den Camping am Meer anzufahren und den heissen Tag (es wird sage und schreibe 30°C!) geruhsam zu verbringen und die Gelegenheit zum Waschen und Wasser füllen zu nutzen. Beim täglichen Nachtessen kochen bin ich nie alleine, mindestens eine Kochhilfe (Pipa) steht stets nebendran und will helfen (beim Rüsten fällt meist etwas Gemüse oder Salat ab!) und auch Luso ist nie weit.