Die Sonne kommt am nächsten Morgen erst um 08:20 Uhr bis ins Tal runter. Wir fahren wieder über den Pas de Morgins in die Schweiz zurück. Im Walliser Talkessel folgen wir dem Rhonetal bis Sion. In St-Léonard will Nils unbedingt, dass ich mir den grössten natürlichen unterirdischen See Europas ‚zu Gemüte führe‘ – er hat’s früher schon erlebt und wartet unterdessen mit den Hunden im WoMo. Mit einem von einem Führer gesteuerten Ruderboot kann die Höhle aus Gips, Schiefer und Marmor mit ihrem 300 m langen See erkundet werden. Sie ist wirklich eindrücklich, dies z.Zt. speziell, weil noch eine Bilderausstellung stattfindet und die Bilder künstlich beleuchtet werden. Im konstant 11 Grad kalten Wasser leben Forellen, welche durch die Schifffahrt-Betreiber angesiedelt wurden und regelmässig gefüttert werden. Die Akustik hier in der 6000 m2 umfassenden Höhle ist prima, weshalb auch regelmässig Konzerte hier unten stattfinden. Der Guide führt die mit 30 Personen besetzte Barke in 30 Minuten hin und zurück und gibt mehrsprachig Informationen und Kommentare zum Besten. Ja, es war ein schönes und kühles Erlebnis und hat sich gelohnt, danke Nils! Danach spazieren wir mit den Hunden entlang der Rhône und durch ein Obstanbaugebiet, in dem die Apfelbäume noch geragelt voll hängen. Da es aber schon wieder über 30°C heiss ist und nur wenig Schatten angeboten wird, fahren wir lieber weiter. Über Sierre – Brig erreichen wir auf teilweise neu eröffneten Autobahn-Teilstücken den östlichsten Teil des Kantons Wallis. Das alpine Hochtal des ‚Goms‘, das durch den eiszeitlichen Rhonegletscher ausgehobelt wurde, wirkt sehr einladend. Es gilt im Winter als schneesicheres Winterwander-, Schneeschuhtrail- und Langlaufgebiet inklusive Nacht- und Hundeloipe. Im Sommer stehen etwa 700 markierte Wanderwege zur Verfügung…das wäre doch was für uns?! Heute aber fahren wir weiter und erreichen nach unzähligen Kehren und steilen Passagen die Passhöhe des 2164 m hohen Grimsel. Von Oktober bis Mai gilt hier Wintersperre aber jetzt bei warmem Sonnenschein, einem herbstlich angehauchten Grasteppich, der die Felsen in rot-braun-gelb-grün einhüllt und einem Bergsee mit ruhiger, glitzernder Wasseroberfläche, herrscht an diesem Sonntag reger Verkehr. Wir ergattern einen Top-Platz für unser Wohnmobil und gehen zu Fuss auf Erkundigung durch die Bergwelt mit Aussicht tief ins Tal runter und auf den gegenüber liegenden Furka-Pass. Oxi und Luso spitzen die Ohren und haben ihre Aufmerksamkeit voll auf die Pfiffe der Murmeltiere gerichtet. Wir hören sie, können aber ‚in der Wildnis‘ keine sehen. Dafür gibt es ein Murmeltier-Asyl mit schon recht zahmen Exemplaren, die sich (hinter der Absperrung) an der Sonne den Pelz wärmen und auch bei unserem Näherkommen nicht in die Höhle fliehen.




































































































