Bevor wir am Vormittag also ins norwegische Bergen fahren, machen wir einen Zwischenhalt in der Tierklinik AniCura Bergen-Nord, um Oxi und Luso die nächste fällige Echinococcus Behandlung zukommen zu lassen. Bei idealem Stadtbesichtigungs-Wetter ist nach 12 km der Nordsee-Hafen der 278’000 EW-Stadt erreicht, die – wie Rom – von 7 Bergen umsäumt wird. Die Parkplätze im Zentrum sind sehr rar, daher stellen wir den RED MAX ins Parkhaus, so wie es der Fahrer eines weissen Traum-Alfa Romeos getan hat. Die Besitzer der hier wieder sehr häufig anzutreffenden Teslas hingegen haben wir draussen an der Tankstelle wartend gesehen, während ihr fahrbarer Untersatz wieder aufgeladen wird. Irgendwie erstaunlich, wie heute niemand mehr Zeit hat für irgendwas, aber im Auto sitzen bis der ‘Tank’ wieder gefüllt ist, …ist wohl so ähnlich wie Golf spielen….man trifft sich. Also, kaum sind wir zum Parkhaus raus, werden wir mit Klängen von Edvard Grieg (wir sind in seiner Heimatstadt) begrüsst. Das ist ja nicht eigentlich ein Willkommensgruss für uns, sonst hätte ein Country Star der alten Schule auftreten müssen, sondern es entpuppt sich als Hauptprobe für zwei kostenlose Open-Air-Konzerte mitten auf der ‘Piazza’ (unter Zeltdach) des bekannten Bergener Philharmonie-Orchesters. Über Kopfsteinpflaster spazieren wir auf der autofreien Einkaufsstrasse vom städtischen See zum Hafen, immer wieder unterbrochen von Leuten, die an Oxi und Luso Freude haben und sie streicheln wollen, was diese gerne zulassen und sich eng an die Fremden schmiegen. Den Hunden gefallen auch die vielen Gerüche, die immer wieder einer näheren Untersuchung bedürfen und z.T. markiert werden müssen. Das macht aber auch müde und nach ‘Bryggen’ wo Bergens älteste Besiedlung steht, die heute ein Weltkulturerbe ist und dem belebten Fischmarkt, steigen wir wieder ins Auto und fahren zurück zum WoMo. Gerade rechtzeitig, denn wie vom Wetterbericht angekündigt, beginnt es um 13:30 Uhr zu regnen und tut das – offenbar Bergen-typisch – den ganzen Nachmittag.