Schreck lass nach – das darf nicht wahr sein! Als wir am Morgen über die Schärenfelsen der Küste nach kraxeln, kommt von rechts eine Fähre mit Volldampf auf die Küste zugefahren; wir dachten schon, das Unglück der Costa Concordia in Italien wiederholt sich… und hatten den Fotoapparat parat. Nein, tat es glücklicherweise nicht, denn für unsere Augen versteckt liegt hinter ‚unserem‘ Fels eine Hafeneinfahrtspassage. Hier herrscht sogar richtig Verkehr; in der kurzen Stunde, in der wir alles beobachten konnten, zählten wir sechs Fähren in verschiedenen Grössen, die anlegten und wieder – in fast alle Himmelsrichtungen – davon schipperten. Das Rätsel löst sich bei unserer Weiterfahrt. Von Stokkvagen aus werden die Inseln vor der Küste versorgt. Im weiteren Verlauf der malerischen Küstenfahrt beginnt es aus den tiefhängenden Wolken zu regnen. Auf den Bergen sind sogar weisse Flecken auszumachen, wohl eher Altschnee aber wer weiss, schliesslich ist’s deutlich kühler und dort hoch?! (950 müM) oben… In der Industriestadt Mo i Rana (Stahlwerk) füllen wir unsere Vorräte wieder auf und halten am Park mit prima Spazierweg dem Fluss Rana entlang. Entgegenkommenderweise regnet es gerade in dieser Zeit nur noch ganz leicht. Über die E6 sind wir dann südwärts und im Landesinneren unterwegs, kommen an der ‚Stadt in der Mitte Norwegens‘, Mosjoen (Aluwerk) vorbei und stoppen erst wieder beim Naturspektakel. Der Fluss Vefsna stürzt hier mit 700 Kubikmeter Wasser pro Sekunde über einen breiten Felsen und präsentiert einen 17 m hohen Wasserfall. Einen schönen Blick darauf hat man vom grossen Parkplatz oberhalb oder den Felsweg runter. In der weissen Gischt sieht man sogar Lachse springen, die auf ihrer letzten Reise zum Laichplatz weiter oben noch riesige Anstrengungen vor sich haben. Ich strenge mich derweil an, wieder ein schmack- und nahrhaftes Nachtessen zuzubereiten: heute gibt’s Spinat-Kräuter-Gersotto und weil mir der Weisswein ausgegangen ist, wird heute mir Glenfiddich Single Malt Scotch Whisky abgelöscht (habe ich als Hausmittelchen gegen Halsweh immer vorrätig). Rezept gefällig ?
Voilà: Für 4 Personen: 2 E Olivenöl warm werden lassen, 2 gepresste Knoblauchzehen und 2 in feine Streifen geschnittene Zwiebeln darin andämpfen, dann 300 g geschälte Rollgerste beigeben und unter Rühren 1 Min. düsten. 2 dl. Weisswein dazugiessen, vollständig einkochen. 6 dl Gemüsebouillon unter häufigem Rühren nach und nach dazugiessen, so dass die Gerste immer knapp mit Flüssigkeit bedeckt ist, ca. 30 Min. köcheln. 300 g abgetropften Jungspinat nach und nach beigeben, zusammenfallen lassen, ca. 5 Min. weiterköcheln, bis die Gerste aldente ist. 1 Bd. Radiesli inkl. Blätter in Streifen geschnitten und 80 g grob geriebenen rezenten (Berg-) Käse untermischen. Abschmecken/würzen.























































