Beim Spaziergang um den nahen See lassen wir die Hunde beim Badeplatz rennen. Luna entdeckt am Steg-Ende einen Eisfischer und rennt schnurstracks zu ihm hin. Er freut sich über den Besuch und erklärt uns dann, dass die Eisdicke aktuell 25 cm betrage, also problemlos betreten werden könne. Da auch der Rundweg über weite Strecken ziemlich eisig ist, sind wir froh über unsere Schuhspikes, die zur Trittsicherheit viel beitragen.

Auch am anderen Seestrand freuen sich die Hunde, ‘auf dem Wasser gehen’ zu können . Januar und Februar sind die kältesten Monate hier ; es schneit denn auch immer wieder. Das selbstgebackenes Dinkelbrot schmeckt doppelt so gut nach dem Morgenspaziergang über Neuschnee und einer Reh- und Fuchs-Sichtung und gibt Kraft für das Schnee-Schippern. Dank Neuschnee gibt es eine neue Loipen-Spur, erkennen wir viele Maus-, Haas-, Reh- und Elch-Spuren und die Hunde drehen sich lustvoll im Schnee.

Wir machen uns am 7.2. mit dem winterfesten TGE auf zu einer Winterfahrt und kommen am touristischen Sunne vorbei. Die Kaffeemaschine streikt – bei genauem Hinsehen stellen wir fest, dass etwas Restwasser im Behälter war, was zu Eis gefroren ist und den Zufluss verhindert. Wir übernachten bequem und wohlig warm bei 2-stellige Minus-Aussentemperatur und können am Morgen gefrorene Wasserfälle fotografieren. Nichtsdestotrotz geniessen wir – wieder im Haus – das Cheminéefeuer und die Hunde freuen sich über Fauteuil und Sofa.

Bald steigen die Temperaturen und es regnet sogar etwas während der Abendhimmel in rosarot getaucht ist. Dann wird es wieder kalt und Luna wird in ‘Pelz’-Mantel gepackt spazieren geführt, während Pipa ein ‘Husky’-Fell hat und kein ‘Mänteli’ braucht. Bei herrlichem Winterweiss und Sonne geniessen wir die Spazierrunden mit den Hunden, wobei auf den ‘unbehandelten’ Wegen das Vorankommen anstrengend ist. Der Schnee glitzert wie tausend Diamanten und der blaue Himmel guckt durch die Birken – winter wonderland!

Am Sonntag-Morgen zeigt das Thermometer -22°C an. Optisch wunderschön aber brrr trotz langer Unterhosen für uns und Mantel für Luna. Dann Sonne, wolkenlos blauer Himmel und wieder ein glitzernder Schnee als ob tausende von Brillantsplitter rumlägen. Die vielen Tierspuren verleiten zu einer Fototour im Windpark, doch leider zeigt sich kein ‘Schwanz’. Das Thermometer zeigt weiterhin Bereiche von bis -10°C an.

Bei einer Einladung zum Sonntagskaffee lernen wir unsere holländischen Nachbarn kennen, die sich vor fast 10 Jahren hier in Schweden niedergelassen haben.

In der Nacht schneit es wieder und als ich um Mitternacht kurz auf bin, spaziert doch tatsächlich ein Reh am Zaun resp. auf der Strasse vorbei.

Wir stellen Überlegungen an, noch eine Rundreise nach Finnland zu machen, stellen diese Pläne aber vorerst hinten an, da die Webcams dort leider noch zuviel Schnee für eine Phoenix-Tour zeigen.

Gegen Ende Februar zeigt das Thermometer tags und nachts +°C und es taut; innert 2 Tagen ist fast aller Schnee weg, es ist grün. Am letzten Febr. Tag rutsche ich am grünen Hang aus und verknackse mir den linken Knöchel. Ich kann noch draufstehen, also ‘nur’ bös verrenkt – Glück gehabt, aber noch einige Tage ist der Fuss geschwollen und schmerzt.