Zum Jahreswechsel wurden zwar auch hier in Schweden ein paar Böller losgelassen, aber es hat sich sehr in Grenzen gehalten – die Hunde haben fast nicht darauf reagiert.

Anfangs Januar müssen wir für eine Stippvisite kurz zurück in die Heimat. Wir fahren mit dem Wohnmobil, denn die Hunde müssen ja auch mit und ausserdem sind die Wetterbedingungen aktuell gar nicht so schlecht. Mal bei Regen, mal bei Schnee – je nach Gegend erscheint die Landschaft weiss oder auch grün. Ab Trelleborg bringt uns die Nachtfähre rüber nach Deutschland am frühen Morgen sind wir pünktlich in Rostock, wo wir uns im Hafengebiet schon etwas auskennen und gleich mit den Hunden zur Bisirunde rausgehen. Auf der Autobahn Richtung Berlin-Jena beginnt es zu schneien und setzt schnell an; die Sicht ist diesig. Trotzdem schaffen wir rund 600 km an diesem Tag, bevor wir auf einem Pendler-Parkplatz abseits der Autobahn anhalten und gute Spazierwege vorfinden. Via Würzburg-Schweinfurt-Stuttgart-Singen kommen wir schon am nächsten Tag in der Schweiz an.

Wir machen die ‘erzwungenen’ Termine, holen das bestellte vegane Hundefutter ab – in Schweden war das Angebot nur rudimentär – und kaufen die Produkte ein, die wir im Norden vermisst haben. Es ist kalt in der Schweiz am Dreikönigstag mit tags -5, nachts bis -12°C, dafür kommt kurz die Sonne raus, als wir unsere veganen Champagner-Mitbringsel verteilen, bevor wir uns nach der Gastank-Füllung wieder auf den Weg nach Schweden machen. In Deutschland herrscht akute Blitzeisgefahr – wir haben aber Glück und kommen um die Problemzonen herum, so dass wir die Fährbuchung – wieder eine Nachtfähre – bestätigen können und uns die ‘Tinker Bell’ wieder an Schweden’s Südpunkt bringt, wo es bei 4°C regnet und windet. Gesalzene Strassen und Matsch haben ihre Spuren am Wohnmobil hinterlassen, deshalb melden wir uns bei ‘Express Billvätt’ zur WoMo-Wäsche an. Aufgrund eines Unfalls – ein LkW mit Anhänger ist einen Abhang hinuntergerutscht, Absaugwagen und Polizei sind vor Ort – stehen wir rund 1 ½ Stunden mitten im Wald und übernachten am See, bevor wir das WoMo – nach 2×1555 km und 13 Tagen – wieder in die Halle stellen und zurück ins Schweden-Domizil ziehen.

Die Hunde freuen sich sichtlich, wieder ihre bequemen Fauteuils und Sofas sowie etwas mehr Bewegungsfreiheit zu haben, auf die bekannten Waldrunde gehen und am Abend vor dem Chemiée sitzen oder am und auf dem See etwas herumspringen zu können. Hier hat es zwischenzeitlich geschneit, die Umgebung ist weiss und die Strassen eisig.

Nachdem wir wieder ‘eingerichtet’ sind, alles versorgt und nachgeführt haben, kommt der Kaminfeger, der ja traditionell als Glücksbringer gilt – ein gutes Omen für’s 2026, hoffen wir.

Freitags ist wieder Yoga-Morgen und dann heisst es Geburtstags-Muffins und -Zopf backen. Beim Enduro-Spaziergang stellen wir fest, dass ein Training im Gange ist – Luna reagiert auf den Töff-Lärm, wohl eine Lärm-Antipathie von ihrem Unfall her. Auf der Heimfahrt schneit es ganz leicht schneit und wir entdecken am Waldrand drei Elche, 2 Erwachsene und 1 Kleines, die schön still stehen, damit wir sie fotografieren können!

Der Radioempfang am Handy funktioniert nicht mehr, immer wieder gibt es mMn unnötige Änderungen die wir umzusetzen gezwungen werden. Auf der Park-Spazierrunde entdecken wir Pfannkuchen- Eischollen und lesen dann im Internet nach, wie dieses seltene Naturphänomen entsteht, bei dem kreisrunde, tellerförmige Eisschollen mit wulstigem Rand auf Gewässern treiben. Sie entstehen aus Eisschlamm bei bitterer Kälte, wenn Wellenbewegungen die Eisschicht in Bewegung halten und aneinanderstossen lassen, wodurch sie ihre runde Form erhalten.

Zwar bezahlt hier niemand mehr mit Bargeld, aber weil eine System-Störung vorliegt, wären wir beim Einkauf aufgeschmissen gewesen, hätten wir keinen Vorrat dabeigehabt.

Im Januar nimmt eine weitere Bastelidee Gestalt an: ein Fenstervorhang aus Federn, ferner werden tuulikki-Beiträge hochgeladen und Zopf und Kuchen gebacken. Nach tagelangem leichtem Schneefall ist am letzten Januar-Tag der Himmel klar und nach einem schönen Morgenrot sonnig.