Gotland ist bekanntlich eine schwedische Insel. Sie liegt auf der Höhe von Lettland resp. Oslo und ist die zweitgrösste Insel der Ostsee. Die höchste Erhebung ist unter 82 m hoch, aber es gibt etwa 50 Seen und fast 100 Kirchen, die überwiegend aus dem Mittelalter stammen. Gotland ist heute ein beliebtes Ferienziel mit vielen ‚Raukar‘, den manchmal eigentümlich geformten Kalksteinsäulen. Vielen dürften Gotland auch aus den Krimi-Serien Maria Wern, Kripo Gotland und Der Kommissar und das Meer ‚bekannt‘ sein oder vom alljährlich stattfindenden Mittelalterfestival in Visby oder von der Villa Kunterbunt, wo die Filme zu Pippi-Langstrumpf gefilmt wurden oder der weltweit grössten Enduro-Veranstaltung oder als eines der nördlichsten Weinanbaugebiet Europas.
Wir waren einmal über Wochen auf Gotland, wo es uns ausnehmend gut gefallen hat (gehe dazu zu ‚Older Trips‘ und suche nach ‚Gotland‘, da siehst Du 5 Beiträge mit vielen Fotos), darum zog es uns dieser Tage wieder dorthin.
Mit der Nachtfähre ist man in 3 Stunden von Oskarshamn in Visby, Gotlands Hauptstadt. Das Schlimmste zum Anfang, unsere Hausbäckerei/Konditorei nahe dem Naturpark Södra hällarna existiert leider nicht mehr….wir waren wohl zu lange dort nicht mehr einkaufen.

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Ab Visby fahren wir nordwärts nach Färö, um dort die Crêperie zu besuchen. Uns ist bewusst, sie haben geschlossen. Nils bekommt nie genug, er will sich wieder an den Oldtimern und schrägen Ideen der sich dort befindlichen Oldtimer-Präsentation erfreuen und neue Fotos machen. Weiter geht es zu den Fischerhäusern bei Gamle Hamn und den Rauken Digerhuvud. Dieser Weg lohnt sich und als Hundehalter und -Liebhaber ist es ein Muss, auch den grössten Hund der Welt zu sehen, aus Stein und immer mit den Pfoten im Wasser stehend «le Chien». Die kurzen Tage haben es schon wieder Abend werden lassen und wir parkieren unser «Schlafmobil» am Ufer der blauen Lagune.

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Am anderen Morgen umrunden wir zu Fuss die blaue Lagune, was auch bei schlechterem Wetter eine wunderbare Sache ist. Eine sehr grosse ehemalige Kiesgrube ist jetzt ein See und zieht bei Badetemperatur unzählige Besucher an. Man findet Autos mit D, NL, GB, I und natürlich S- Nummernschildern, die sich den Genuss hier nicht entgehen lassen wollen – diese Nacht waren wir aber die einzigen. Und schon machen wir uns mit einem Umweg (Besuch bei einem alten Bekannten und dem Leuchtturm) zurück nach Visby, um dort nochmals ausgiebig mit den Hunden dem Steilufer entlang zu flanieren. In der Nacht bringt uns die Fähre wieder nach Oskarshamn, wo wir zur Hunderunde im weihnachtlich beleuchteten Hafengebiet aufbrechen. Auch hier ist der Gästehafen-Stellplatz vollkommen leer. Am nächsten Morgen geht’s auf Umwegen wieder Richtung home base, dabei machen wir mit unserem kleinen TGE den 30’000sten Kilometer.