[av_post_meta]
In den frühesten Morgenstunden sieht der beleuchtete Hafen so richtig romantisch aus. Am Morgen schlendern wir nochmals durch den Park und der Hafenpromenade entlang, wo schon wieder einige bei Kaffee und Gipfeli die Morgensonne geniessen, was wir ihnen gerne nachtun. Wir verlassen das zur Zeit so mediterran anmutende Lahti mit schönen Bildern im Kopf. Die Landschaft auf der heutigen Route quer durch Südfinnland ist flach und landwirtschaftlich geprägt; Felder mit Raps, Hafer, Weizen, Zuckerrüben und Kartoffeln, rote, oftmals 2-stöckige Bauerngebäude und natürlich immer wieder Bäume und Waldstücke sind zu sehen. Unterwegs stoppen wir bei einer eingezäunte Hundewiese vor einem Einkaufszentrum, aber das Freilaufen darin reizt unsere beiden Pelztiere gar nicht. Der Halt war jedoch nicht vergebens, am Stand mit pflückfrischen Erdbeeren, Kirschen, Pflaumen und Erbsen sorgen wir für’s Nachtessen vor. Bei Sonnenschein und etwa 22°C erreichen wir am späten Nachmittag Rauma, eine Stadt mit rund 40’000 EW und damit wieder die Ostseeküste mit Schärenmeer resp. die Küste des Bottnischen Meerbusens. Hier interessiert uns die hölzerne Altstadt, die zur UNESCO-Liste des Weltkulturerbes gehört. Der zusammenhängende Holzhauskomplex (seit 1682 von Bränden verschont) mit rund 600 Häusern ist ausserordentlich gut erhalten und soll ein belebtes Wohn- und Geschäftsviertel sein. Am Sonntag Abend allerdings sind die Geschäfte geschlossen und nur wenige Leute in den Gassen unterwegs. Rauma ist früher durch die Seefahrt zu Wohlstand gekommen und der Schiffshafen ist heute noch von grosser Bedeutung für den Holzexport.