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Bei bedecktem Himmel und klarer Sicht geht’s vorbei an gepflegten Häusern mit parkähnlichen Vorgärten und blühenden Büschen. Auf den Feldern sind immer wieder Fasane, Hasen und Nebelkrähen sowie in Meeresnähe Möven, Kormorane und Schwäne zu sehen. In Ystad parkieren wir am Hafen und schauen uns das Städtchen, in dem so viel Verbrechen geschehen sind und Blut geflossen ist, zu Fuss etwas genauer an. Genau genommen war es ja eigentlich nur Filmblut in den hier verfilmten Krimis von Henning Mankell mit Kommissar Kurt Wallander; die haben Ystad berühmt gemacht. Nur gerade 20 km weiter stellen wir unser WoMo schon wieder ab. Vom Ort Kaseberga spazieren wir auf den Hügel zum ‘Stonehenge’ von Schweden: «Ales Stenar», einem aus 59 Steinblöcken in Form eines 67 m langen und 9 m breiten Schiffes ganz nahe am Steilufer aufgestellten Monumentes. Die üblichen Findlinge sind meist rund (mit dem Eis transportiert), diese hier aber bestehen aus länglichen Blöcken. Das Geheimnis wozu sie von wem errichtet wurden, konnten die Archäologen noch nicht lüften. Die weitere Route führt durch ein leicht hügliges Gebiet mit gelben Rapsfeldern und blühenden Apfelbäumen. Da man leider im Nationalpark Stenshuvud nicht übernachten darf, lassen wir uns kurz nach 16 Uhr bei 23°C in Kivik am Hafen nieder, nur ein paar Schritte von der Ostsee entfernt. Wie heisst es so schön «Je später der Abend desto unangenehmer die Gäste» oder so ähnlich. Jedenfalls füllt sich der Parkplatz mit Wohnmobilen, so dass man sich ‘fast auf die Reifen fährt’. Beim Abendspaziergang durch ein mit blühendem Bärlauch und feinem Knoblauchduft durchsetztes Wäldchen am Meer ‘entdecken’ wir das nahe gelegene DN 75 m grosse Grab aus der Bronzezeit und daneben einen grossen leeren Parkplatz. Hierhin zügeln wir für die Nacht und stehen ganz alleine und ruhig.